Kontraindikationen Hydrosun
Bestimmungsgemäßer Gebrauch und Indikationen
Der hydrosun®575home ist ein medizinisches Licht- und Infrarot-A-Bestrahlungsgerät für die Anwendung
in häuslicher Umgebung, das bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden kann. Er ist aus mehrjähriger
Forschungs- und Entwicklungsarbeit entstanden und ermöglicht eine besonders homogene Bestrahlung
bei hohem Wirkungsgrad. Das Gerät ist nicht für die Anwendung bei Früh- und Neugeborenen geeignet.
wIRA steht für wassergefiltertes Infrarot A: Die in einer Küvette hermetisch eingeschlossene Hydrofüllung
absorbiert die hautschädigenden Wellenlängen der Infrarot-Strahlung. wIRA ermöglicht eine
therapeutische Erwärmung auch tiefer liegender Gewebeschichten über längere Zeiträume ohne die Haut
thermisch zu belasten. Dadurch wird wIRA überall dort sehr wirksam angewandt, wo Wärme guttut und
eine heilende Wirkung zeigt. Über den üblichen Anwendungsbereich von Wärmetherapie hinaus gibt es
wIRA-spezifische Anwendungsfelder. Der gleichzeitige Anteil sichtbaren Lichts (VIS) wird auch
therapeutisch eingesetzt (Aknetherapie oder Farbbestrahlung zur psychologischen Beeinflussung).
Klassische Anwendungen in der Wärmetherapie:
- Verspannungen
- Muskuloskelettale Beschwerden
- Chronische Entzündungen
- Rheumatischer Formenkreis
- Schmerzsyndrom
Besondere Anwendungsfelder von wIRA:
- wIRA-Warzentherapie
- Wundbehandlung: Wundheilungsförderung, Wundschmerz
- VIS-wIRA Akne-Behandlung (nur von Ärzten und nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen.)
- Farbbestrahlung mit dem optionalen 7-Farbfiltersatz zur psychologischen Beeinflussung
Sicherheits- und Warnhinweise
Achtung!
- Es handelt sich bei diesem Gerät um ein Medizinprodukt. Um Nebenwirkungen zu vermeiden beachten Sie unbedingt die Bedienungsanleitung. Eine Anwendung außerhalb des vorgesehenen Verwendungszwecks ist nicht zulässig.
- Das Gerät ist nur in trockenen Räumen und von erwachsenen Personen zu betreiben. Kinder können mit diesem Gerät behandelt werden, sie dürfen aber nicht allein gelassen werden.
- Bei Schäden am Gerät darf dieses nicht mehr betrieben werden. Bitte wenden Sie sich an den Vertreiber des Geräts.
- Der Distanzstab gibt den Abstand vor. Er darf bei Bestrahlung nicht unterschritten werden, Verbrennungsgefahr.
- Vor jeder Anwendung Funktionssicherheit, ordnungsgemäßen Zustand prüfen. Sichtkontrolle der Küvette durchführen.
- Nicht direkt in das eingeschaltete Gerät blicken, um Augenschäden zu vermeiden. Bei Gesichtsbehandlung ist ein geeigneter Augenschutz zu tragen.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Allgemeine Kontraindikationen für lokale Behandlung
- erhöhte Lichtempfindlichkeit: Therapie mit photosensibilisierenden Arzneistoffen (z. B. Porphyrine, Tetrazykline, Sulfonamide, Psoralene)
- Porphyrie (angeborene Photosensivität)
- Kontakt mit photosensibilisierenden Pflanzen (z. B. Johanniskraut)
- Wärmeurtikaria (Nesselsucht durch Wärme), Erythema ab igne (Hitzemelanose)
- frische Hämatome (Bluterguss; Bei normaler Blutgerinnung gilt diese Einschränkung nur bis ca, 6 Stunden nach Entstehung des Hämatoms), ansonsten kann man von einer beschleunigten Wundserom / Wundhämatom-Resorption durch wIRA-Behandlung ausgehen
Kontraindikationen für die lokale wIRA-Bestrahlung der Extremitäten
- akute Phlebothrombose (Venenthrombose)
- Varikosis (Krampfaderleiden)
- schwere arterielle Verschlusskrankheit (Stadien III und IV; Eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung)
- Lymphgefäßerkrankungen (Lymphödem, Entzündungen der Lymphbahnen, u. a.; Eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung)
- arterielles Ulcus (eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung)
- neuropathisches Ulcus (typischerweise schmerzloses Geschwür im Bereich der Fußsohle aufgrund einer Polyneuropathie (Empfindungsstörung), meist im Rahmen eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit);
- Eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung und mit besonderer Vorsicht und großem Bestrahlungsabstand, d.h. kleiner bis sehr kleiner Bestrahlungsstärke)
- akute unklare Hauterkrankung
Kontraindikationen für die Behandlung am Körperstamm (bei großflächiger Anwendung. Für diese relativen Kontraindikationen gilt: Eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung)
- schwere fieberhafte Erkrankungen
- schwere Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- schwere Hypertonie (Bluthochdruck) - schwere arterielle Gefäßveränderungen - schwere vegetative Dystonie (vegetative Labilität) - schwere respiratorische Insuffizienz (schwere Atmungsstörung) - konsumierende Systemerkrankung (schwere Krebserkrankung)
- Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)
- Schwangerschaft
- Herzschrittmacher
Kontraindikationen für die Behandlung im Kopfbereich (für diese relativen Kontraindikationen gilt: eventuelle Anwendung von wIRA nach ärztlicher Einzelentscheidung)
- Im akuten Zustand: Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüse)
- Katarakt (grauer Star; Mit Augen-Schutzbrille ist eine wIRA-Anwendung am Kopf aus anderer Indikation im Regelfall möglich.)
- Glaukom (grüner Star)
- Epilepsie